Presseinformation
München, 25.02.2010
UniCredit Corporate & Investment Banking
Blitzumfrage unter internationalen Linienreedern – HypoVereinsbank/ UniCredit Group veröffentlicht „4. Maritimes Trendbarometer 2010“:
- Internationale Reedereien bewerten Hamburg als besten Nordrangehafen
- Ladungsaufkommen entscheidet über den Anlauf eines Hafens
- Hafenkosten sind nicht der limitierende Faktor
- Schiffe sollen nur noch 12 bis 14 Knoten fahren
Die HypoVereinsbank/UniCredit Group hat im Rahmen des „4. Maritimen Trendbarometers 2010“ im Januar und Februar 2010 eine Umfrage bei den nationalen und internationalen Linienreedereien durchgeführt. „Internationale Linienreedereien setzen weiterhin auf den Hamburger Hafen, vor allem beim Ladungsaufkommen, der Abfertigungsqualität und dem Angebot logistischer Dienstleistungen“, fasst Joachim Flecks aus dem Research Global Shipping der UniCredit Group die Ergebnisse zusammen.
Bei der Bewertung der Häfen in der Nordrange schneidet Hamburg mit der Schulnote 1,84 am besten ab, gefolgt von Rotterdam (1,93) und Antwerpen (2,08). Daran schließen sich Bremerhaven (2,22) und Zeebrügge (2,52) an. Den letzten Platz belegt Amsterdam mit der Note 3,67. Hamburg geht als Gesamtsieger bei den Kriterien Ladungsaufkommen (1,5), Abfertigungsqualität (1,58) und dem Angebot logistischer Dienstleistungen (1,6) hervor. Rotterdam punktet vor allem beim Preis-Leistungs-Verhältnis (1,9) im Gegensatz zum Hamburger Hafen, der hier nur mit einer 3 bewertet wird. Dagegen verliert Rotterdam bei der Abfertigungsgeschwindigkeit und landet vor Felixstowe auf dem vorletzten Platz. Der Sieger bei der Abfertigungsgeschwindigkeit ist Zeebrügge mit der Note 1,34, gefolgt von Bremerhaven und Antwerpen mit der Note 1,5.
Sinkendes Ladungsaufkommen führt zu Verzicht auf Hafenanläufe
Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen im Welthandel und damit auch in der Containerschifffahrt hat die HypoVereinsbank/UniCredit Group im Rahmen des „4. Maritimen Trendbarometers 2010“ verstärkt auch aktuelle Trends in der Containerschifffahrt abgefragt. Teilweise haben die befragten Linienreedereien mehrere Häfen aus ihren Fahrplänen gestrichen. Ein Viertel der Befragten vermerkt, auf den Anlauf des Hafens Amsterdam bereits zu verzichten.
Darüber hinaus planen einige Reedereien das Anlaufen einiger Häfen künftig einzustellen. Speziell genannt wurden hier Zeebrügge und Amsterdam. Der Grund dafür liegt vor allem in einem zu geringen Ladungsaufkommen, sagen drei Viertel der Befragten. 38 Prozent nennen die ungünstige Erreichbarkeit, z.B. wegen langer Revierfahrten und Tiefgangsproblemen. Zu hohe Kosten sind jedoch für keine der befragten Reedereien ein Grund, einen Hafen nicht anzulaufen. 63 Prozent erklären, dass insbesondere die Fernostverkehre von und nach Europa von dem „Anlauf-Stopp“ betroffen sind. Außerdem werden Südamerika- und Mittelmeerliniendienste genannt.
Die Hälfte der an der Umfrage beteiligten Reedereien reduziert die Anzahl der Abfahrten angesichts der zurückgegangenen Ladungsmengen. Allerdings geben drei Viertel der Befragten an, dass die eingesetzten Schiffsgrößen gleich bleiben. Einige wenige Reedereien setzen größere Schiffe bei gleichbleibender Anzahl der Abfahrten ein.
Kosteneinsparungen durch slow steaming und Verhandlungen über Hafenkosten
63 Prozent der befragten Reeder sagen, dass es Verhandlungsspielräume gibt, um Hafenkosten zumindest kurzfristig zu senken, insbesondere bei Hafengeldern, Terminals und Schleppern. Aber auch bei Lotsen, Festmachern, Stauereinen und Laschern sehen die Befragten eine Möglichkeit, die Hafenkosten zu reduzieren.
Um die operativen Kosten des Schiffbetriebes kurz- oder mittelfristig zu senken, wird am häufigsten die Geschwindigkeitsreduzierung der Schiffe (slow steaming) genannt. 87 Prozent der befragten Liniendienste würden sogar ein slow steaming-Konzept unterstützen, in dessen Rahmen Großcontainerschiffe ihre Marschgeschwindigkeit auf nur noch 12 bis 14 Knoten reduzieren. Als weitere Möglichkeiten der Kostenreduktion werden unter anderem eine bessere Planung der Equipmenttime am Terminal bei Nachläufen genannt, eine Reduzierung der Loops in einzelnen Relationen sowie der Vorschlag gemacht, Leercontainer im Achterschiff zu belassen, um Lagerkosten zu sparen. Außerdem wird nochmals für die Vertiefung der Fahrrinne der Elbe plädiert, damit Großcontainerschiffe die Möglichkeit haben, jederzeit die Hansestadt anzulaufen. Aber auch Kooperationen mit einzelnen Partnern (vessel sharing, slot swaps) und Neuverhandlungen von Dienstleistungsverträgen bieten nach Ansicht internationaler Linienreedereien Kosteneinsparungspotenziale.
Hintergrundinformationen zum 4. Maritimen Trendbarometer 2010
Das „4. Maritime Trendbarometer 2010“ wird von dem Bereich Global Shipping der UniCredit Group zum „9. German Ship Finance Forum“ (25. Februar 2010 in Hamburg) veröffentlicht. Die Blitzumfrage wurde im Januar/Februar 2010 durchgeführt. Die repräsentativen Antworten bilden rund ein Drittel der gesamten Containerflotte weltweit ab. Erstellt wurde es von Joachim Flecks (Research Global Shipping) in Zusammenarbeit mit dem auf Verkehrs- und Logistikthemen spezialisierten Hamburger Beratungsunternehmen BONUM news + marketing.
Schiffsfinanzierungsgeschäft der HypoVereinsbank/UniCredit Group
In ihrem Bereich „Global Shipping“ mit Sitz in Hamburg konzentriert die Division Corporate & Investment Banking der UniCredit Group das Schiffsfinanzierungsgeschäft. Weitere Informationen im Internet unter www.hvb.com/globalshipping
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Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Kundenbetreuern unseres Netzwerks sowie den Spezialisten unserer Product Lines (Financing & Advisory, Markets, Leasing, Global Transaction Banking) ermöglicht es der UniCredit, umgehend auf die unternehmerischen Anforderungen unserer Kunden zu reagieren. Die UniCredit unterstützt somit also das Wachstum und die internationale Ausrichtung der Firmenkunden und institutionellen Kunden und schafft nachhaltige Werte für alle Stakeholder.
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